Dienstag, 15. Juli 2014

Blablabla, i find keinen Titel mehr der ned komplett abgedroschen is.

Es wird Zeit für einen letzten richtigen Reiseeintrag. Unfassbar, aber wahr, das tatsächliche Reisen ist schon so gut wie vorbei. Hier sitzen wir auf Bali, überdenken die letzten Monate, genießen nochmal ein paar Wochen ohne Verantwortung, ohne Rechtfertigungen, Pflichten. Aber eine Pflicht gibt es ja noch zu erfüllen. Wir sind euch noch den Reisebericht von Bangkok bis hierher schuldig!


Also los.


Man hört ja so einiges über Bangkok. Wie verrückt und laut es ist, wie touristisch und vollkommen andersartig. Und wir waren überrascht, ja – aber eigentlich nur darüber, wie unspektakulär es uns nach so vielen Städten vorkam. Ja, in der Khao San Road und dessen Nachbarstraßen, die sich zufällig auch Khao San Road nennen, geht es verrückt zu. Aber hauptsächlich wegen der ganzen sturzbetrunkenen Touristen, die auf Dauerparty aus sind und den findigen Thais, die versuchen, den angeheiterten Fremden alles Mögliche von Lachgas über Wrestling-T-Shirts bis hin zu Ping-Pong-Shows zu verkaufen. Aber ganz abgesehen von diesem Touristenmoloch war Bangkok echt in Ordnung für uns. Nicht so staugeplagt wie Saigon, bei Weitem nicht so dreckig wie Chennai, nicht so teuer wie Singapur, nicht so gefährlich wie Rio. Irgendwie basieren unsere Eindrücke von neuen Orten nur noch aus Vergleichen, wahrscheinlich ein Anzeichen von Reisemüdigkeit. Wir haben inzwischen nicht mehr den Drang alles zu sehen und so haben wir Bangkok auf die einfachen Dinge beschränkt. Freunde, Essen - und was leicht zu erreichen ist.


Wie es (nicht nur) der Zufall so haben will, waren wir zu selben Zeit wie Theresa und Klaus, die wir bereits in Vietnam getroffen haben, in Bangkok. So feierten wir das Wiedersehen Nummer 2, genossen die thailändische Küche, verbrachten einen halben Tag im Chatuchak-Markt mit Shoppen und holten uns zum Abschluss noch die obligatorischen Magenbeschwerden in Chinatown. Als dann Abschied Nummer 2 gekommen war, machten wir uns auf die Suche nach einer Gitarre. Wir klapperten genau die falschen Märkte ab, bekamen dafür aber einen guten Eindruck vom Alltagsleben und den Preisen abseits der Touristenplätze, wir liefen durch ruhige Straßen ohne auch nur einen einzigen Menschen und besuchten ein(en) Wat (Tempel), bei dem wir uns nicht anstellen mussten um ein Ticket zu bekommen. Von den Unruhen haben wir jedoch so ganz und gar nichts mitbekommen, eine Gruppe friedvoller Menschen mit gelben T-Shirts, die uns am Gehsteig entgegengekommen ist, war alles, was wir davon gesehen haben. Nach 5 Tagen wurde es wieder Zeit die Rucksäcke zu packen und weiterzureisen.



Der Weg führte uns per Zug und Boot nach Koh Tao, das Taucherparadies Thailands. Wir ließen uns noch am Boot von einem Werber für eine Tauchschule aufgabeln und als wir dann vor einem Münchner saßen (und natürlich auch der Preis stimmte), hatten wir uns auch schon für einen Open-Water-Kurs angemeldet. Und wir haben echt eine gute Wahl getroffen. Die Schule war klein, aber immer gut besucht, sozial, freundlich und unserer Tauchlehrer Rich trotz seiner jugendlichen 22 Jahre sehr kompetent und absolut vertrauenswürdig. Ein Highlight war Tony, ein ewig verkaterter, fluchender Südafrikaner mit einer wahnsinnigen Lebensgeschichte, vom 17-jährigen Soldaten in Angola zum 50-jährigen Aussteiger in Thailand und dazwischen der Versuch sein Leben wieder hinzukriegen, was irgendwie nicht zu 100 % gelingen will. Tony war der Kameramann für unsere letzten richtigen Tauchgänge, der uns mit seiner schonungslosen Ehrlichkeit, seinem intelligenten Zynismus und seinem zerknitterten Gesicht zum Lachen brachte und uns eine ziemlich coole Erinnerung bescherte, die uns sofort wieder Lust aufs Tauchen macht. Auf den Rat von Tony hin, machten wir auch noch einen Deep Dive auf 30m, der uns auch ohne einen weiteren Kurs dazu bevollmächtigt in Zukunft bis zu 30m tief zu tauchen. Nach über einer Woche auf Koh Tao wurde es wieder Zeit für uns aufzubrechen, obwohl wir nicht weiter als bis nach Koh Phangan kamen. Hier „feierten“ wir Rudis Geburtstag und genossen die Zeit in unserer schönen Unterkunft, erkundeten die Insel und hielten uns von jeglichen Partys fern, denn die Typen in den geschmacklosen neonfärbigen Tanktops mit der Aufschrift „Full Moon Party“ waren nicht unbedingt das Publikum, das uns einmal quer über die ganze Insel lockte.


Wieder eine Woche später mussten wir uns schön langsam der Grenze zu Malaysia nähern, da unsere Visa in ein paar Tagen ablaufen sollten. Während unserer Zeit in Thailand waren wir immer wieder fast so etwas wie empört, wie touristisch hier alles ist. Rucksackreisen durch Thailand? Man kauft im Hotel ein Ticket, wird in einen klimatisierten Bus gesteckt, wird in den nächsten geschoben und schon ist man im nächsten Touristenort. Einfacher geht’s ja gar nicht mehr. Irgendwie war das alles zu glatt, nicht mehr authentisch. Wir hatten das Gefühl, die Thais arbeiten nur noch für die „Weißen“ in ihrem eigenen Land und ich glaube, sie sind den Massen auch schon ein wenig überdrüssig, ich kanns verstehen. Ein bisschen echtes Thailand durften wir dann endlich auf der Fahrt nach Hat Yai erfahren, als wir vom Touristenbus in einen 9-Sitzer gekarrt wurden, der Fahrer kaum mehr Englisch sprach und wir die einzigen Westies waren. Und plötzlich war unsere Reiselust wieder etwas aufgeflammt. Als wir in Hat Yai ankamen, fühlten wir uns absolut wohl, obwohl es nichts Spezielles war, eine Stadt eben. Aber hier gab es doch tatsächlich Einheimische auf beiden Seiten des Tresens und sogar deren Preise! Wir überlegten schon ernsthaft darüber nach noch eine Nacht zu bleiben, bis wir durch Zufall auf etwas Interessantes stießen. Im Nachbarort Pattani sind am selben Tag einige Autobomben hochgegangen und in Hat Yai ist erst vor ein paar Wochen ein Auto vor einem Supermarkt explodiert. Somit sind unsere Pläne sozusagen in Luft aufgegangen und am nächsten Morgen saßen wir auch schon auf der Fähre nach Langkawi, einer malaysischen Insel.



Anfangs waren wir, bzw. ich Malaysia gegenüber skeptisch, die eingeimpften Vorurteile schlugen wieder einmal zu. Denn wenn mir schon der Umgang mit den Frauen in Indien zu schaffen machte, was würde mich dann in einem muslimischen Land erwarten? Wie soll ich mich den Leuten gegenüber verhalten, was darf ich auf offener Straße tragen, damit ich nicht angestarrt werde oder respektlos wirke? Doch was genau wissen wir, wenn wir es nie mit eigenen Augen gesehen haben und am eigenen Leib erfahren haben? Wie oft kommen wir anderen Kulturen wirklich so nahe, dass wir uns tatsächlich ein objektives Bild darüber machen können? Wenn wir in der Türkei, Ägypten, Tunesien in einem Urlaubsresort am Pool liegen? Wenn wir unsere sensationsgeilen Nachrichten lesen? Wenn wir auf irgendwelche primitiven Hetzer hören, die auf die Fremdenangst der breiten Masse abzielen? Wieso machen wir uns denn nicht einfach ein eigenes Bild darüber? Warum trauen wir unseren eigenen Augen nicht mehr als dem abgekarteten politischen Hick-Hack, das nur auf Kosten von anderen geht? Warum lassen wir uns einreden, wir müssen Angst haben? Vor Menschen, die auf demselben Weg zur Welt gekommen sind wie wir alle? Die dieselben Schmerzen empfinden, die auch verzweifeln und Ängste haben? Denkt mal darüber nach: Sind Menschen, die Angst haben, leichter zu kontrollieren? Wird es nicht an der Zeit uns weiterzuentwickeln oder wollen wir uns ewig im Kreis drehen?


Ok, genug. Sorry für die Abschweifung. Was ich eigentlich damit sagen wollte: Wir hatten rundum nur positive Erfahrungen mit den Menschen in Malaysia und was ich dazusagen muss, wir hatten ebenso nur positive Erfahrungen mit Muslimen, egal woher, egal wo, egal welches Geschlecht. Wir hatten das Gefühl, dass die Leute offener waren als in vielen anderen Ländern. Frauen in Burkas oder mit Kopftuch, Inderinnen in Saris und dazwischen Chinesinnen in Miniröcken. Da fällt man als Touristin gar nicht mehr auf und es interessiert sich auch keiner dafür was man trägt. Die Paare gehen Händchen haltend durch die Straßen, alle sind freundlich und offen. Nur mit der hoch gepriesenen malaysischen Küche konnten wir uns nicht so richtig anfreunden. Irgendwie war alles fischig, jedoch ohne Fisch, wie zum Beispiel Laksa, eine Suppe mit Nudeln und Huhn, in der aber auch kleine Muscheln schwimmen und dem ganzen einen fischigen Geruch verleihen. Aber naja, trotz abgehärteter Geschmacksnerven kann ja nicht alles schmecken, außer Rudi, der inzwischen wirklich ALLES isst, was ihm aufs Teller kommt.



Unsere Unterkunft auf Langkawi war eine richtige Backpackerunterkunft. Ein bisschen abgenutzt, nicht zu 100 Prozent sauber, aber gemütlich und viele nette Leute. Natürlich darf man auch nicht auf die ca. 20 Katzen vergessen, die den ganzen Tag auf den Tischen herumlagen und somit zur Gemütlichkeit als auch zu diesem schmuddelig-charmanten Touch beitrugen. Ein Allergiker-Paradies! Langkawi selbst war eine richtige Urlaubsinsel, vor allem für einheimische und asiatische Touristen, die zum Duty-Free Shoppen kommen... Wir hätten es schon noch länger dort aushalten können, aber da die Regenzeit immer näher rückte und es täglich nachmittags wie aus Eimern schüttete, arbeiteten wir uns langsam Richtung Kuala Lumpur vor. Also ab nach Penang.



Penang, eine charmante Stadt, zwar findet man dort keine großen Sehenswürdigkeiten, aber viel (touristisch optimiertes) Flair. Es gibt viele kleine Läden mit kreativen Designs, viel Kunst- und Stilvolles an den Hauswänden, aber auch viele Essensmärkte auf denen regelmäßig Karaoke gesungen wird. Man dreht seine Runden durch Chinatown, schaut sich in den durchgestylten Cafes um, die richtig viel Geld für ihre Leckereien verlangen und sucht abends am Straßenmarkt etwas Billiges, das auch noch schmeckt. Apropos geschmackvoll: Wer einmal etwas richtig „Geschmackvolles“ versuchen will, sollte es mal mit dem König der Früchte, der Durianfrucht aufnehmen. Dafür sollte man wissen, dass Durian auf Deutsch den Namen Stinkfrucht trägt. Da wir schon öfters etwas gegessen haben, das eigentlich stank aber schlussendlich gut schmeckte, probierten wir natürlich auch Durian. Zum Glück war es eine Gratiskostprobe, denn Durian schmeckt tatsächlich noch scheußlicher als es riecht. Stellt euch eine verrottete, cremige, rohe Zwiebel vor, deren Konsistenz sich an jede Geschmacksknospe eurer Zunge schmiegt und dort für einige Zeit bleibt, der König der Früchte eben.


Da ich auch nach einigen Versuchen einfach kein Freund des malaysischen Essens wurde, besuchten wir (auf mein Drängen hin) Little India und dort machten wir eine witzige Erfahrung. Wir schlenderten durch die breiten Straßen auf denen man tatsächlich gehen konnte, vorbei an wunderschönen bunten Tempeln und Ganesha-Statuen, rochen den Duft der Räucherstäbchen und verschiedenen Gewürzen vor den Geschäften mit bunten Saris und goldenem Schmuck, hörten stimmungsvolle Sitar-Musik, die durchs ganze Viertel tönte und dachten uns: Genau so sieht das  romantische Touristen-Indien in den Köpfen der Leute aus und es existiert wirklich – nur eben nicht in Indien. Man sah die Leute in den Rikshaws mit offenem Mund durch das Viertel fahren, in ihrem Kopf schon grübelnd, was wohl ein Flug nach Indien kostet. Der nächste Urlaub wird bestimmt eine Überraschung für sie bereithalten.

Von der schwülen Hitze in Penang, riefen uns die kühleren Gefilde, nach einer Busfahrt mit einigen verwirrenden Umstiegen erreichten wir die Cameron Highlands im Landesinneren. Wir erwarteten ein verschlafenes Nestchen wie Munnar in Südindien. Aber eigentlich müssten wir es besser wissen, etwas Konkretes zu erwarten ist selten gut. Also landeten wir im tatsächlich kühlen und regnerischen Cameron Highlands, während malaysischer Feiertage – und das war keine so gute Idee. Denn wie bei uns die meisten Urlauber dahin flüchten wo es konstant Sonne und Wärme gibt, so sind andere Teile der Erde ganz wild auf Regen und Kälte in ihren Ferien. Komisch, dass ich den Gedanken vorher noch nie hatte, aber irgendwie ist es doch logisch, oder nicht? Menschen, die das ganze Jahr über in Hitze und Sonne leben sind vermutlich nicht erfreut über noch mehr Hitze und noch mehr Sonne, vor allem, wenn die Leute wegen ihrer Religion oder der allgemeinen Traditionen meist lange Kleidung und/oder Kopfbedeckung tragen. Da wir aber trotz unserer Reise noch immer den Sommer genießen können, nicht so wild sind auf Wandern im Regen, die versprochenen Teeplantagen nicht mit denen in Munnar mithalten konnten und uns außerdem die Menschenmassen sowie der obligate Starbucks ein wenig empörten, entschlossen wir uns nach nur 2 Nächten wieder weiterzureisen. Die Spannung stieg, denn wir hatten kaum eine Vorstellung von Kuala Lumpur.


Wie ich bei Bangkok schon erwähnt habe, ist es für uns schon relativ schwer von großen Städten begeistert zu sein. Und das war auch so bei Kuala Lumpur. Wahrscheinlich fehlt der richtige Einblick, den man durch Couchsurfing gewinnen könnte, aber wir sind schlichtweg schon zu faul dafür. Wir genießen es, mit niemandem sprechen zu müssen, wenn wir nicht hundertprozentig wollen und wir ziehen gerne unser eigenes Ding durch, unsere Geschichten sind schon zu oft erzählt und außerdem halten wir gerne ein kleines Mittagsschläfchen, wenn wir nichts Besseres zu tun haben. Also haben wir in KL, wie die coolen Leute sagen, eigentlich nichts Besonderes gemacht. Wir sind wahllos herumgelaufen, haben uns durch die verschiedensten Geschmäcker probiert, Leute beobachtet, sind für 2 EURO ins Kino gegangen und durch Shoppingmalls gestreunt, weil die so schön klimatisiert waren. Da unser Flug nach Bali bereits gebucht war, wir aber noch ein paar Tage bis zum Abflug hatten, entschieden wir uns ins zwei Stunden entfernte Melacca zu fahren.


Melacca, UNESCO-Kulturerbe, hochgelobt als weitere Kulinarik-Hauptstadt Malaysias und das am Wochenende – wir hätten vorher überlegen sollen. Melacca, vielleicht war es die unbarmherzige Hitze oder die Menschenmengen, dass wir die Besonderheit Melaccas nicht so richtig entdecken konnten. Touristenboote auf einem schmalen Fluss, eine rote Kirche, ein paar alte Mauern mit einer Kanone und Massen von asiatischen Touristen, die in bunt blinkenden, plüschigen Hello Kitty-Rikshaws mit Kuschelrock-Beschallung durch die Straßen kutschiert wurden. Abends dann der Jonker-Heritage-Walk, eine hoffnungslos überfüllte Straße, links und rechts von Straßenständen gesäumt, von Schuhcreme über I love Melacca-Ansteckern bis hin zu Straßensushi wurde alles angeboten und vermutlich auch gekauft. Ein Highlight war die Karaoke-Bühne am Hauptplatz, wo sich wieder bestätigte, dass das echt ein großes Ding ist in Asien. Ganz alleine auf der Bühne eine 70-jährige Frau mit grauen Haaren, die ihr Innerstes in Form von katzenähnlichen Lauten zum Besten gibt, auf der Treppe sitzend ein noch älterer Herr mit Krücken, der schon ganz gespannt auf seinen Einsatz wartet. Davor 200 ebenso weißhaarige Herrschaften auf Plastikstühlen, die den Takt ziemlich improvisiert mitklatschen. Ein anderes Highlight war ein Laden mit Durianpuffs (gesprochen PAFF), vor dem zu jeder Tageszeit eine lange Schlange mit begeisterten Käufern stand. Wir gaben der Durian noch eine zweite Chance, in Form dieses besagten Puffs, der eine süße Teigtasche ähnlich einem Windbeutel darstellt. Vielleicht standen ja soviele Menschen dort, weil Durian nach irgendeiner speziellen Zubereitungsform seinen Geschmack ändert und sich in eine Köstlichkeit verwandelt? Kurz gesagt -  nein.

Nachdem uns der Duriangeschmack nach 2 Tagen endlich verlassen hatte, wurde es auch für uns Zeit wieder nach KL zu „verduften“. Wir machten weiter mit unserem Programm vor Melacca, abkühlen in den Shoppingmalls und schwitzen auf den Straßen. Eine Sehenswürdigkeit hatten wir aber noch vor uns: Die Petronas-Towers. Das glänzende Wahrzeichen Malaysias, ein Ausdruck wie groß die Macht des Öls auf dieser Welt sowie eine Erklärung, warum Treibstoff in Malaysia so unendlich billig ist. Aber was soll ich mehr dazu sagen: Natürlich ist es beeindruckend aus einem Fenster des 88. Stockwerkes zu schauen! Das war nun endgültig der letzte Höhepunkt (erkennt ihr die Zweideutigkeit?) unserer Zeit in Malaysia und wir fieberten schon langsam dem Grande Finale entgegen – Bali. Wir erlebten wieder einmal das beste Gefühl des Reisens - man verlässt ein Land, das einen mehr als positiv überrascht hat mit seiner Gastfreundlichkeit und Kultur, empfindet aber dennoch eine gehörige Portion Vorfreude für sein nächstes Ziel.


Entgegen aller pietätlosen Witze, die man in dieser Zeit in Verbindung mit Malaysia und Fliegen hört, kamen wir wie geplant auf Bali an. Dort gab es die üblichen Verhandlungen mit den Taxifahrern und wie immer war die volle schauspielerische Leistung von beiden Seiten gegeben bis man sich schließlich auf einen Preis einigen konnte. Wir sagten dem Fahrer, die Region und navigierten uns mit unserem Tablet durch, denn er hatte genauso wenig Ahnung wie wir. Wir sahen kein Problem, wir hatten die genaue Adresse und auch Google Maps war einverstanden. Bis wir dann dort vor dem Nichts standen, alle Straßen denselben Namen und auch die Einheimischen keinen Plan hatten. Zum Glück erreichten wir Julia, die Freundin einer Freundin, die uns schon vorher mit wertvollen Tipps versorgte und uns sofort ihre Hilfe anbot. Und so fanden wir schließlich unser Ziel, kannten die Lebensgeschichte unseres geduldigen Fahrers und genossen bald das erste leckere Essen in einem Warung, einem traditionellen Lokal. Die erste Nacht schliefen wir in einem halbfertigen Hostel, das Julias Freunden gehörte, einem Platz voller netter Leute, den wir auch noch nach unserem Umzug in einen Bungalow in einem tollen Garten mit Swimmingpool fast täglich besuchen. An dieser Stelle vielen Dank an Julia, die uns sofort und so ganz selbstverständlich unter die Fittiche genommen hat und natürlich auch Danke an Steffi, die uns so zuverlässig vermittelt hat!




Hier sitzen wir nun, im Guesthouse von Nyoman und Ketut, genießen billiges, extrem gutes Essen, Ruhe, den Strand, das Meer, Sport, Zeit zum Nichtstun, die Zeit mit den Leuten aus dem Hostel, die verschiedensten Landschaften Balis, wundern uns über den verrückten Verkehr. Tja, das ist, was wir den ganzen Tag tun – und trotzdem hat es so lange gebraucht, bis dieser Eintrag fertig war.




Einmal müsst ihr noch reinbeißen, dann ist es geschafft, der letzte Eintrag folgt in Kürze!

Wir freuen uns auf euch!

Bis bald,